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WER BIN ICH OHNE MEINEN JOB?

Seit ich die Diagnose Hashimoto erhalten habe, habe ich die Bestätigung knallhart bekommen, dass ich meinem Körper, mir selber, zu viel zugemutet habe. Seit fünf Jahren bin ich nun im Social Media Bereich tätig und es hat Spuren hinterlassen.

Die ständige Erreichbarkeit, eine regelrechte Sucht am neusten Stand zu sein, viele Reisen und zahlreiche Jobs und Projekte nebenbei haben meinen stressanfälligen Körper belastet und ich habe ihm keine Pausen gegönnt. Auch wenn ich mir keinen besseren Job vorstellen könnte, ich mich dadurch eigentlich nicht gestresst fühle, ist mein Körper ständig unter Anspannung und selbst in Ruhepassen schaffe ich es nicht wirklich runter zu kommen und diesen Knoten in meiner Brust zu lösen.

Nach der Diagnose habe ich mich sofort bei meinem Osteopathen gemeldet, da ich wusste, er könne mir helfen. Am Ende unserer Stunde legte er mir ans Herz mir eine Frage zu stellen: Wer bist du ohne deinen Job?

Eine Frage die ich mir noch nie gestellt habe. Wer sind wir eigentlich ohne unseren Beruf, Erfolg, Abschluss, Gehalt, Bildern, Followern & Co? Eine Person die ich kennenlernen muss, der ich Zeit geben muss sich zu entfalten.

Es gibt einige Dinge die ich ändern möchte und ich bin bereit alles dafür zu geben gesund zu werden und mich besser zu fühlen. Ich bin fest davon überzeugt, dass man einen stressigen Job und ein entspanntes Privatleben unter einen Hut bekommen kann und bekanntlich fängt ja alles im Kopf an!

 

 

Fotos: Patrick Langwallner

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2 Comments

  • Reply
    Martina
    10. Juli 2017 at 10:18

    Eine gute (harte) Frage. Auch ich wurde mit Hashimoto diagnostiziert und bei mir (zumindest bin ich davon überzeugt) waren es ein paar harte private Jahre und emotionaler Stress, die die Krankheit bei mir ausgelöst haben. Ich bin noch auf der Suche nach dem richtigen Ostheopathen für mich – nicht zu viel Esotherik, nicht zu viel Prediger 🙂 – und hoffe über kurz oder lang keine Medikamente mehr zu brauchen.

    Ich glaube, dass es eine sehr persönliche Geschichte ist wie man seine Schilddrüse wieder ins Lot kriegt und das „Richtig“ und „Falsch“ individuell verschieden ist. Wenn man tut was man liebt, kann das meiner Meinung nach nicht falsch sein. Mehr me-time kann aber sicher nie schaden 🙂

    xo

    • Reply
      Julia
      10. Juli 2017 at 11:40

      Hi Martina,

      da hast du Recht, bin mir auch sicher, dass bei mir die Krankheit durch Stress ausgelöst wurde und ich mich jetzt erstmal neu orientieren muss und versuchen mein Leben etwas anders anzugehen und Dinge zu streichen die mich nicht glücklich machen und mir nur Energie saugen.
      Wünsche dir alles Gute!

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